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Jetzt hat jeder, der Spotify kostenlos nutzt, ein Problem


In westlichen Ländern gibt es wohl kaum jemanden, der den in Stockholm beheimateten Audio-Streaming-Dienst Spotify nicht kennt. Im zweiten Quartal 2023 konnte das Unternehmen die Zahl seiner Anwender auf 551 Millionen anheben und damit die Erwartungen von Analysten deutlich übertreffen. Bis 2023 sollen die Menge gar auf eine Milliarde ansteigen, doch Nutzer sind nicht gleich Nutzer. Ein Premium-Abonnement dürfte höhere Einnahmen generieren als ein werbebasiertes Abo. Und so arbeitet Spotify kontinuierlich an neuen Argumenten für die Premium-Mitgliedschaft. Die neueste Idee bringt jedoch keinen zusätzlichen Mehrwert, sondern beschneidet stattdessen das kostenlose Abo empfindlich.

Spotify testet Funktionsänderungen

Spotifys Lyrics-Feature stellt vor allem außerhalb des englischsprachigen Raums eine wahre Bereicherung dar. Denn Liedtexte werden oftmals schnell und undeutlich wiedergegeben. Daher bleibt der Inhalt oder zumindest Teile davon gelegentlich auf der Strecke. Insbesondere, wenn der Liedtext nicht in der eigenen Muttersprache rezitiert wird. In solchen Fällen konnten Spotifys-Nutzer bisher auf die Lyrics-Funktion zurückgreifen, die unterhalb des Kontrollmenüs eingeblendet wurde. Doch damit könnte demnächst und teilweise sogar bereits jetzt Schluss sein.

Mehrere Reddit-Nutzer berichteten jüngst von einer Einblendung, die anstelle der Lyrics erschien und Anwender dazu aufforderte, das Premium-Abonnement abzuschließen, um auf die Lyrics zugreifen zu können. Der Streaming-Dienst bestätigte die Anpassungen gegenüber dem Portal The Verge. Demnach werde das Feld aktuell im Rahmen eines Tests „einer limitierten Zahl an Nutzern in ein paar Märkten“ eingeblendet. Ferner würden einige solcher Tests den Weg für ein breiteres Benutzererlebnis ebnen, während andere lediglich für wichtige Erkenntnisse sorgen würden. Ob das Lyrics-Feature in das Premium-Abo überführt oder im werbefinanzierten Abo belassen wird, hängt somit von den Daten ab, die der Streaming-Dienst im Rahmen seines Feldversuchs generiert.

Spotify steckt in einem Tief

Obwohl die Nutzerzahlen steigen, scheint Spotify aktuell zu kränkeln. Trotz eines Umsatzes von 3,2 Milliarden Euro, verzeichnete das Unternehmen zwischen April und Juli 2023 ein Minus von über 300 Millionen Euro. Wohl aus diesem Grund testet der Streaming-Dienst aktuell, ob das Verfrachten der Lyrics-Funktion hinter eine Paywall zu einem Anstieg an Premium-Abonnenten führen würde. Zusätzlich dazu hob Spotify seine Preise jüngst in gleich 53 Ländern an. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Audio-Streaming-Dienst aus dem Tief zu holen, werden kommende Quartalsabrechnungen zeigen.

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Author: John Johnson

Last Updated: 1703564762

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